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Pressemitteilung

 

Wichtigster Preis der internationalen Menschenrechtsbewegung geht 2010 an einen Syrischen Menschenrechtsverteidiger der unter prekären Bedingungen im Gefängnis sitzt

Press release
Communiqué de Presse
Comunicado de Prensa
Pressekommuniqué
‎بيان صحفي باللغة العربية

Genf, 07. Mai

Die Jury des Martin Ennals Award für Menschenrechtsverteidiger veröffentlicht den diesjähren Preisträger anläßlich ihrer
Sitzung in Genf


Muhannad Al-Hassani, ist ein syrischer Jurist, der seit vielen Jahren mutig die Menschenrechte verteidigt und das unterdrückende Rechtssystem der Syrischen Regierung kritisiert. Er ist der Präsident einer der führenden Syrischen Menschenrechtsorganisationen (Swasiya), der seit sechs Jahren die formelle Registrierung der Syrischen Administration verweigert wird. Al-Hassani wurde am 28. Juli 2009  inhaftiert unter der Anschuldigung vor dem berüchtigten „Staatssicherheitsgericht“ unerlaubt über einen Prozess berichtet zu haben. Ein Richter beschuldigte ihn gemäß Artikel 286 des Syrischen Strafgesetzbuches „falsche Informationen verbreitet zu haben“ und „nationale Gefühle herabgesetzt zu haben“.
Al Hassani wurde eingesperrt und und nun für den 27. Mai zur Verhandlung vor den Strafgerichtshof von Damaskus geladen. Er wird derzeit im Adhra Gefängnis festgehalten, nach vorliegenden Berichten unter sehr schlechten Bedingungen. Dort teilt er sich mit bis zu 70 weiteren Gefangenen eine Zelle und ist ohne Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung. In einer auffälligen Ergebenheitsgeste an die syrische Regierung hat die Rechtsanwaltskammer von Damaskus ihm am 10. November 2009 lebenslang untersagt,  weiter als Rechtsanwalt tätig werden zu können. Al-Hassani wurde in den letzten Jahren mehr und mehr unter politischen Druck gesetzt weil er seinen Beruf als Rechtsanwalt professionell ausgeübt hat. Die letzten sechs Jahre war er von Reisen ausgeschlossen. Seine Büro und alle seine Kommunikation wird ebenfalls seit sechs Jahren vom Syrischen Sicherheitsdienst permanent überwacht. Der Vorsitzende der Jury des Martin Ennals Award, Hans Thoolen,  beschreibt Al-Hassani „als ein Mann mit außergewöhnlichem Mut zwangsweise unter nicht akzeptablen Bedingungen eingesperrt, weil der den Rechtsstaat verteidigt und eine Menschenrechtsorganisation leitet.“

Die offizielle Preisübergabe des Martin Ennals Awards wird am 15. Oktober in der Victoria Hall in Genf stattfinden.

Der wichtigste Preis der internationalen Menschenrechtsbewegung, der Martin Ennals Award für Menschenrechtsverteidiger, basiert auf einer einzigartigen Zusammenarbeit der führenden Menschenrechtsorganisationen der Welt. In der Jury sind die folgenden Nicht-Regierungsorganisationen vertreten: Amnesty International, Human Rights Watch, Human Rights First, International Federation for Human Rights, World Organisation Against Torture, Front Line, International Commission of Jurists, Diakonisches Werk der ev. Kirche von Deutschland, International Service for Human Rights and HURIDOCS.

Die letzen Preisträger waren: Emad Baghi, Iran (2009); Mutabar Tadjibaeva, Uzbekistan; Pierre Claver Mbonimpa, Burundi and Rajan Hoole-Kopalasingham Sritharan, Sri Lanka; Akbar Ganji, Iran and Arnold Tsunga, Zimbabwe; Aktham Naisse, Syrien; Lida Yusupova, Russland; Alirio Uribe Muñoz, Kolumbien; Jacqueline Moudeina, Tschad; Peace Brigades International; Immaculée Birhaheka, DR Kongo; Natasha Kandic, Jugoslawien; Eyad El Sarraj, Palestina; Samuel Ruiz, Mexiko; Clement Nwankwo, Nigeria; Asma Jahangir, Pakistan; Harry Wu, China.
Um Filme zu und Bilder von frührern Preisträger des MEA zu sehen gehen sie bitte zu:  www.media4heroes.com.

Patrons des Martin Ennals Award: Asma Jahangir, Barbara Hendricks, José Ramos-Horta, Adama Dieng, Leandro Despouy, Louise Arbour, Robert Fulghum, Theo van Boven und Werner Lottje†.

 

 

Für Pressekontakte und weitere Informationen zum Martin Ennals Preis : Luis Marreiros , Koordinator Tel. +41.22.8094925
 
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